OFFLINE - WEG VON DER INSTAGRAM SUCHT



Seit zwei Jahren poste ich regelmässig meine Bilder auf Instagram. Am Anfang jeweils nur, wenn ein Blogpost online ging, oder wenn ich grad ein cooles Bild hatte. Ohne jegliche Ansprüche, ohne jegliche Hashtags, egal zu welcher Tageszeit, egal ob das Bild farblich in meinen Instafeed passt,  habe ich meine Bilder einfach mal veröffentlicht.

Die Herzen und Kommentare welche die Bilder bekamen waren gering, die Freude über jedes einzelne Like und jedes einzelne Wort sehr gross.



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Ganz langsam und durch Zufall habe ich neue DIY, Food-, Deko-, und Travel Feeds entdeckt, die mich riesig inspiriert haben. Die kleine Insta Welt, wurde von mal zu mal grösser für mich.

Grosse Accounts mit perfekten Bildern und x tausend Follower haben mich zum Staunen gebracht und bei mir das Interesse geweckt, wie man zu so vielen Follower und Likes kommt.

So kam es, dass ich mich online, mit Podcasts, mit Büchern und in Gesprächen tiefer mit Social Media und vorallem Instagram auseinandersetzte.




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Aufgrund der Recherchen habe ich meine Bilder nur noch zu Zeiten gepostet, an denen meine Follower laut Statistik am aktivsten sind.

Die Bilder versetzte ich mit der maximalen Anzahl an #, welche ich auf das Bild und Zielpublikum anpasste. Ich verbrachte Stunden damit auf Instagram eine Spur zu hinterlassen, likte und kommentierte alles was mir gefiel und vergass oft die Zeit.

Langsam, aber stetig stieg die Followerzahl von 500 auf 1000 auf 1500 und weiter an. Jeder neue Follower, jeder Like empfing ich mit einem Glücksgefühl. Die Dopamin Ausschüttung bei Social Media lässt grüssen. 



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Plötzlich nahm Instagram die höhere Priorität als mein Blog an. Ich investierte viel Zeit in neue Bilder und meine Ansprüche an meinen Feed und meine Bilder stieg enorm.
Mehr, mehr und noch mehr.....mit dem Glaube, wer viel leistet, bekommt auch mehr, habe ich weiterhin Stunden investiert. In die Weiterbildung von Social Media, in meine Bilder und die Präsenz auf Instagram.

Es hat mir richtig Freude gemacht, bis mir durch Recherchen und einem Dokumentationsfilm die Augen geöffnet wurden.

Nein, viele Follower erreicht man nicht nur durch viel Arbeit, gute Arbeit und viel Engagement. Die Accounts werden grösser wenn man Follower kauft oder Insta Bots beauftragt, die einem die Präsenz auf Insta übernehmen. Die Roboter liken, kommentieren nach Wunsch ausgewählte Hashtags und je nach Wunsch folgen sie Feeds und entfolgen nach einer gewissen Zeit, damit auch niemand etwas merkt. Fake, fake und nochmals fake!



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Die Insta Welt, welche zu Beginn für mich spannend, enorm inspirierend war und mir immer ein gutes Gefühl gab, hatte mehr als eine Kehrseite. Und ich wurde von negativen Emotionen überholt.

Welcher Account ist echt, welcher arbeitet mit Bots? Bin ich gut genug? Ist mein Bild gut genug? Passt das Bild in meinen Feed? Habe ich den richtigen Zeitpunkt zum Posten gewählt?

Fehlten die ersehnten Likes oder Kommentare war ich unsicher in meinen Bildern und in meinem Content.


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S  T  O  P  P !

Es kann  nicht sein, dass Instagram meine Gefühle beeinflusst und steuert. Es kann nicht sein, dass ich wertvolle Freizeit einfach so verschenke und in einer nicht realen Welt verbringe.

Ich habe mich gefragt, wie es wäre ohne Instagram. Wie es wäre, wenn ich die Instagram App einen Monat von meinem Handy lösche.

Und ich habe es getan!



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Offline in den Bergen, 4 Wochen in der Natur, mit meiner Familie, mit lieben Freuden.
In dieser Zeit ist ein Video für dich entstanden.

Vielleicht inspiriert es dich, vielleicht regt es dich zum Nachdenken an. Vielleicht ist es ein Eintauchen in eine für dich neue Welt. Vielleicht kennst du die Antworten auf meine Fragen schon. Vielleicht motiviert es dich für eine offline Zeit.







Wenn ich mit meinem Video auch nur eine Person erreiche, welche ich motivieren kann, Gewohnheiten zu durchbrechen und etwas anderes zu tun ist das ein Geschenk für mich.

Gerne kannst du das Video auch teilen oder den Link versenden, wenn du jemanden kennst, der seine Freizeit mit Insta Klicken verbringt.






Wie wäre es, wenn du deine Gewohnheiten durchbrichst? 

Wie wäre es, wenn du aufhörst durch die besten Momenten anderer zu scrollen?

Wie wäre es, wenn du in deiner Freizeit dein Leben bewegst, anstatt auf die Pausentaste zu drücken und in eine Parallelwelt abtauchst?

Wie wäre es, wenn du jeden Moment bewusst wahrnimmst? 

Wie wäre es, wenn du ohne Ablenkung voller Fokus auf dein Leben hast?

Wie wäre es, wenn du bei deinen Kindern, deiner Familie, deinen Freunden präsent bist?

Wie wäre es, wenn du dich nur mit dir vergleichst? 





All die Antworten findest du, wenn du es einfach mal ausprobierst und die App für ein paar Stunden, Tage, Wochen oder Monate vom Handy löschst.

Ich bin wieder aktiv auf Instagram. Social Media gehört zu meinem Job. Doch die Erfahrung der letzten Jahre und der letzten offline Wochen lässt mich viel bewusster damit umgehen.
Mein Dopamin hole ich in in der Natur, in Bewegung, mit meiner Familie, mit meinen Freunden, im Augenblick in dem ich präsent bin.

Es braucht keine Hashtags. Keine Likes. Keine x 1000 Follower zum glücklich sein.






Schreibe mir gerne in die Kommentare, wie du mit Social Media wie facebook oder Instagram umgehst.



von Herzen 
Miri 

Kommentare:

  1. Hallo Miri,
    mir ist das eigentlich egal wieviele Follower ich habe... Ich lasse mich doch da nicht stressen, und schaue auch nicht danach ob jemand mehr oder weniger hat. Klar ist mir aufgefallen das viele Leute etliche Follower mehr wie ich haben, obwohl dessen Bilder manchmal zum... (nun ich will hier nicht abwerfend werden).
    Das ist mir aber auch schnurz Egal..., auch weil ich viele Follower gar nicht erst akzeptiere oder sogar blocke. Das gleiche gilt für Fb und das Bloggen, das tun eh nur noch wenige... Das mache ich nur weil es mir Spass macht.
    Wie du bestimmt auch gemerkt hast, achte ich bei meinen Bildern auch nicht auf die bestimmte Kameraeinstellung.
    Ich muss hier nichts verkaufen und nichts verdienen. Ich habe einen Job und Family die mich sehr beanspruchen.
    Es soll doch Spass machen und kein Stress oder Sucht werden
    Wünsche dir weiterhin viel Spass und einen schönen August
    Liebe Grüsse
    Silvana

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  2. Liebe Miri, ja, das ist ein Thema... ich bin in Wellen auf Instagram aktiv: manchmal (während Reisezeiten oder wenn ich Zeit habe) sehr, dann aber auch wieder manchmal wochenlang nicht. Von daher ist keine Sucht da, aber ja, seine Anziehung hat die App schon!
    Ich freue mich sehr, sowohl über Likes für meine Bilder, als auch über die Fotos anderer, welche ich ehrlich like, wenn ich sie mag - und da ist so viel Gutes, Spannendes, Schönes, Inspirierendes zu finden.
    Anderseits ärgere ich mich sehr über die "Like-Unlike" - Maschinerie, wie ich es nenne. Dieses "Like-Unlike" macht so vieles unecht... und das hasse ich, ehrlich gesagt. Selbst von Menschen, von welchen ich so etwas nicht erwartet hätte (ob sie es nun selbst tun, oder Bots erledigen lassen), ist mir das schon "passiert" und das gibt mir echt zu denken.
    Na ja, ich "brauche" Instagram nicht und auch für den Blog kommen wenige Besucher von der App, aber ich gebe auch zu, es gibt dem Ego schon einen schönen Push, wenn viele das eigene Foto liken.
    Entsprechend meiner manchmal gar lockeren Umgangsweise habe ich halt nicht so viele Follower, aber lebe recht gut damit :-)
    Liebe Grüsse und ich freue mich sehr für Dich / mit Dir über Deine tollen Naturerlebnisse. Das relativiert vieles wieder, oder?
    Liebe Grüsse, Miuh

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  3. Hallo Miri,
    ich bin nicht bei Facebook und auch nicht bei Instagram. Mit meinem kleinen Blog gehe ich ganz entspannt um. Er ist nicht perfekt, wenn ich Lust habe zu posten mache ich es, wenn nicht gibt es halt drei Wochen keinen Post :-)
    Liebe Grüße von Petra.

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  4. Hallo Miri
    Ich staune immer wieder, wie sich viele stressen lassen von FB oder Instagram. Mich hat noch nie interessiert wieviele Follower ich habe und ich bin einfach dabei weils mir Freude macht ab und zu ein schönes Motiv zu fotografieren - und das kann etwas genähtes, etwas aus der Küche, aus der Natur usw. sein! Ich gebs zu - anfangs habe ich auch soviel Zeit "verbrötlet" auf diesen Medien bis ich ganz bewusst die Notbremse gezogen habe. Ich wollte einfach nicht Sklave werden dieser - zugegebenermassen auch spannenden und inspirierenden - Medien. ich war oft überrascht, wie da um Follower und Likes gekämpft wird - "den anderen übertrumpfen" war (und ist teileise immer noch) das Motto!Und sind wir doch ehrlich - soooooviele heile Welt gibts gar nicht!! Alles immer perfekt - die Einrichtung, immer aufgeräumt, immer alles Friede Freude Eierkuchen. Nur perfekte Fotos von möglichst traumhaften Plätzen auf dieser Welt.
    Wahrscheinlich hats auch ein bisschen mit dem Alter (Reife) zu tun, dass man merkt wo die wahren Freunde sind und die wahren Freuden des Lebens stattfinden. Ach, wir könnten noch ganz viel darüber diskutieren und uns austauschen..... Ich finds toll, wie du das thematisiert hast und hoffe, es bringt doch den einen oder anderen dazu, sich wieder vermehrt dem "richtigen" Leben zuzuwenden. Herzlichst Rita

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  5. Liebe Miri,

    ich bin ja sowieso noch ein Dinosaurier, wahrscheinlich der letzte Mensch, nee meine Freundin auch, der nichtmal ein Smartphone hat, nur ein einfaches Nokia-Handy um im Notfall von unterwegs telefonieren zu können. Mein kleiner Blog ist mein Tagebuch, meine Beiträge sind für mich und wer sie lesen mag, gerne, da freue ich mich drüber. Ich bin nicht bei Instagram, bei Facebook habe ich noch einen Account, wo ich ab und zu mal reinschaue, da dort einige meiner alten Schulkameraden vertreten sind. Mein Leben spielt sich offline ab in meiner Familie, mit meinem Lebensgefährten und meinen zwei Katzen und es ist gut so wie es ist. Ich kann noch, da 1962 geboren, ganz einfach mit meiner Mama am Wochenende telefonieren (über Festnetz) und mich mit Freunden verabreden (ohne Whatsapp) und ich liebe es.

    Liebe Grüße Burgi vom Bodensee

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  6. Hallo Miri,
    Du sprichst mir absolut aus der Seele! Mir ging es ähnlich, Insta fing an, meinen Alltag zu dominieren, viel Freizeit ging nur dafür drauf. Zum Bloggen hatte ich kaum noch Zeit, musste ja auf Insta herumklicken. Kurz vorm Urlaub habe ich das Ruder herum gerissen und meinen account für ungefähr 6 Wochen deaktiviert. Ach, was war das schön! Soviel freie Zeit mit einem Mal. Und fürs Bloggen hatte ich nach dem Urlaub gleich wieder Ideen. Und was soll ich Dir sagen? Ganze 3 Follower waren mir über die Auszeit verloren gegangen, ziemlich sicher keine "echten" accounts. Nun habe ich das Gefühl, ich habe es im Griff. Ich poste ab und an ein Bildchen, z.B. wenn wie jetzt gerade ein Post online ging. Und gucke - sorry, liebe Follower - täglich höchstens einmal kurz rein, wenn überhaupt. Manche Tage vergesse ich es völlig und mir fehlt nichts ;-) Nicht jeden schönen Moment müssen wir sofort mit der ganzen Welt teilen, oder? Ich hebe mir die besonders schönen Momente in der betexteten Langform in Zukunft lieber für meine Blogleser auf.
    Ganz liebe Grüße
    Karen

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  7. Hallo liebe Miri,
    erinnerst Du dich noch an mich? Vielleicht, denn ich habe meinen Blog im Januar 2014 offiziell beendet. Ihn jedoch nicht gelöscht, damit ich unter meinem Blognamen noch Kommentare schreiben kann.

    So wie jetzt!!!!!

    Ich bin nur noch sehr selten im Bloggerland unterwegs, da die meisten der von mir gelesenen Blogs gelöscht oder verwaist sind. Mit wenigen Ausnahmen, so wie bei Dir!
    Viele der Bloggerinnen sind zu FB oder Instagram gewechselt, wo alles doch so schön einfach ist...Bild hoch laden und fertig...nicht mehr so viel schreiben, ein paar Worte oder eben die Schlagworte reichen vollkommen aus.
    Auch ich wurde so oft aufgefordert mir doch auch dort einen Account zuzulegen.
    Das habe ich nie gemacht, da es mir einfach viel zu oberflächlich erschien. Mir fehlte dort einfach der intensive Austausch oder die wirkliche Freude über eine gelungene Handarbeit, ein wunderschönes Bild, eine wunderschöne Dekoration usw. Auch auf dem Blog war mir ein "Oh schön!" oder "Super" zu wenig.
    Habe ich Kommentare geschrieben, waren sie ausführlich und auf das Thema bezogen. Wie oft habe ich festgestellt, das nur Bilder geschaut wurden und Fragen gestellt wurden, die eigentlich nicht gestellt werden mussten, da ich die Antwort doch im Post schon mitgeteilt habe.
    Trotzdem war das Bloggen für mich weitaus interessanter als es Fb oder Instagram je sein können.Auch wenn ich damit gegen den Strom schwimme und nicht AKTUELL bin!!

    Das ist mir egal und dazu stehe ich auch!!!!

    Du hast mich nun durch deinen tollen Post noch zusätzlich darin bestätigt, das es lohnenswert ist nicht immer Up to date sein zu müssen. Ich habe die Zeit für mich, meine Familie und Freunde genutzt, ohne auf der Jagd nach Followern oder dem perfekten Bild zu sein.

    Sehr mutig von Dir das hier öffentlich zu machen und zuzugeben das es auch anders geht. Es soll ja nicht heißen das man sich nicht mehr in diesen Foren bewegt, nur das man es in Maßen macht und nicht endlos und dauernd.Denn die verlorene Zeit bekommt man leider nicht wieder.
    Vielleicht liest Du ja meinen Kommentar noch, obwohl schon eine Zeit vergangen ist...aber wie schon geschrieben bin ich nicht mehr sehr oft hier ;)))

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall weiterhin alles Gute und viel Freude, ob nun hier auf deinem Blog oder bei Instagram.
    ganz liebe Grüße
    Marlies

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